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Nada Jordan


 

Geklebte Bänder reihen sich aneinander, ändern in scheinbar gleichem Winkel ihre Richtung und auf einmal entsteht im Auge des Betrachters Räumlichkeit, sieht man plastische Formen, die sich dicht gedrängt aneinander schmiegen und hintereinander auftürmen – das Bild von hohen Häusern. Die Klebebandarbeiten an den Schaufenstern von zwei Münchener Ausstellungsorten, des Bildersaals der Artothek und des Projektraums 'die erste reihe', wurden speziell für diese Orte konzipiert. Große Glasscheiben, eingefasst in schlichte Metallrahmen wurden mit farbigen Bändern beklebt, die jeweils farblich auf das Rahmenwerk Bezug nehmen. Die Klebebänder wurden für die Dauer der Ausstellungen zu einem Teil der vorhandenen Architektur. Die Scheibe wurde Träger eines linearen Bildes, das sich mit dem der Spiegelungen der gegenüberliegenden Fassade mischte.Eine Korrespondenz des geklebten Bildes und der dahinter erscheinenden Landschaft ergibt sich in einer Arbeit an einem Fenster eines Hauses in der Nähe Oberaudorfs („Fernsicht“, Unterbichl 2010). Der Blick fällt durch die farbigen Linien auf die Bergkette, deren Höhenunterschiede in der Silhouette der Stadt wieder zu erkennen ist.






  
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